Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich um 338 Mio € (2 %) auf 20.882 Mio € (31. Dezember 2008: 20.544 Mio €). Währungsbereinigt hätte sich ein Anstieg von 3 % ergeben. Die Zunahme der Bilanzsumme ist hauptsächlich der Ausweitung des bestehenden Geschäfts zuzurechnen. Die Inflationsentwicklung hatte während des Berichtszeitraums keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögenslage von Fresenius.

Auf der Aktivseite betrugen die langfristigen Vermögenswerte 15.519 Mio € (2008: 15.466 Mio €). Hier wirkten sich vornehmlich Zugänge im Sachanlagevermögen aus.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 6 % auf 5.363 Mio € (2008: 5.078 Mio €). Innerhalb dieser Position nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1 % auf 2.509 Mio € zu (2008: 2.477 Mio €); der Anstieg liegt damit deutlich unter der Umsatzzunahme von 15 %. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit liegt mit 65 Tagen um 6 Tage unter Vorjahresniveau; ein Rückgang konnte in allen Unternehmensbereichen erreicht werden. Die Vorräte sind um 10 % auf 1.235 Mio € gestiegen (2008: 1.127 Mio €). Die Vorratsreichweite betrug 48 Tage, wie auch im Jahr 2008. Der Anteil der Vorräte an der Bilanz summe hat sich mit 5,9 % gegenüber dem Vorjahresstichtag leicht erhöht (31. Dezember 2008: 5,5 %).

Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 10 %, oder 709 Mio €, auf 7.652 Mio € (2008: 6.943 Mio €) gestiegen. Das Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE entfällt) erhöhte das Eigenkapital um 494 Mio €. Die Eigenkapitalquote einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter stieg auf 36,6 % am 31. Dezember 2009 (31. Dezember 2008: 33,8 %).

Die Passivseite der Bilanz zeigt eine solide Finanzierungsstruktur: Das Eigenkapital des Konzerns einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter deckt die langfristigen Vermögenswerte zu 49 % (2008: 45 %). Eigenkapital, Anteile anderer Gesellschafter und langfristige Verbindlichkeiten decken die gesamten langfristigen Vermögenswerte und alle Vorräte ab.

Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag um 3 % auf 9.702 Mio € (2008: 9.432 Mio €). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken um 15 % auf 3.528 Mio € (2008: 4.169 Mio €).

Im Konzern bestehen keine Rückstellungen, die von wesentlicher Bedeutung sind. Die größte Einzelrückstellung betrifft den Vergleich zur endgültigen Beilegung der

Fünfjahresübersicht Vermögenslage


in Mio € 2009 2008 2007 2006 2005
1 Einschließlich Anteile anderer Gesellschafter.
Bilanzsumme 20.882 20.544 15.324 15.024 11.594
Eigenkapital 1 7.652 6.943 6.059 5.728 5.130
Eigenkapitalquote 1 37 34 40 38 44
Eigenkapital 1 / Langfristige Vermögenswerte, in % 49 45 55 52 64
Finanzverbindlichkeiten 8.299 8.787 5.699 5.872 3.502
Finanzverbindlichkeiten in % der Bilanzsumme 40 43 37 39 30
Gearing in % 103 121 88 98 63

in Mio € 2009 2008 2007 2006 2005
1 Einschließlich Anteile anderer Gesellschafter.
Bilanzsumme 20.882 20.544 15.324 15.024 11.594
Eigenkapital 1 7.652 6.943 6.059 5.728 5.130
Eigenkapitalquote 1 37 34 40 38 44
Eigenkapital 1 / Langfristige Vermögenswerte, in % 49 45 55 52 64
Finanzverbindlichkeiten 8.299 8.787 5.699 5.872 3.502
Finanzverbindlichkeiten in % der Bilanzsumme 40 43 37 39 30
Gearing in % 103 121 88 98 63

Gläubigeranfechtungsforderungen sowie aller weiteren sich aus dem Insolvenzverfahren von W. R. Grace ergebenden Rechtsangelegenheiten im Zusammenhang mit der NMC-Transaktion im Jahr 1996. Diese beträgt 115 Mio US$ (80 Mio €). Weitere Informationen hierzu finden Sie auch im Anhang unter 29. Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten.

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrugen 8.299 Mio € (2008: 8.787 Mio €). Ihr Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich auf 39,7 % (2008: 42,8 %). Von den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind rund 57 % in US-Dollar aufgenommen. Die Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betrugen 550 Mio € (2008: 1.262 Mio €); bei den Fälligkeiten ein bis fünf und über fünf Jahre handelte es sich um einen Betrag von 7.749 Mio € (2008: 7.525 Mio €).

Das Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter (Gearing) hat sich verbessert und beträgt 103,0 % (2008: 121,2 %). Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (Eigenkapital der Anteilseigner der Fresenius SE) ist auf 12,0 % gestiegen (2008: 10,5 %), die Gesamtkapitalrentabilität nach Steuern und vor Anteilen anderer Gesellschafter auf 4,8 % (2008: 4,0 %) (Werte 2009: vor Sondereinflüssen aus den Marktwertveränderungen der Pflichtumtauschanleihe (MEB) und des Besserungsscheins (CVR); 2008: Proforma APP Pharmaceuticals und vor Sondereinflüssen aus der Akquisition).

Weitere Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen sich wie folgt:

Investitionen und Akquisitionen


in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
1 2008: Pro-forma APP Pharmaceuticals und vor Sondereinflüssen aus der Akquisition.
Finanzverbindlichkeiten / EBITDA 1 3,2 3,8
Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA 1 3,0 3,6
EBITDA / Zinsergebnis 1 4,5 4,0

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
1 2008: Pro-forma APP Pharmaceuticals und vor Sondereinflüssen aus der Akquisition.
Finanzverbindlichkeiten / EBITDA 1 3,2 3,8
Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA 1 3,0 3,6
EBITDA / Zinsergebnis 1 4,5 4,0

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