Fresenius Kabi

Fresenius Kabi hat im Jahr 2009 attraktive Einsparungspotenziale ermittelt und zum Teil bereits realisiert. Im Mittelpunkt der Beschaffungsaktivitäten von Fresenius Kabi stand das Projekt „Global Sourcing Initiative“. Es erstreckte sich über alle Produktionsstandorte. An jedem Standort wurden mehrere Teams gebildet, die die eingesetzten Einsatzmaterialien, den Energieverbrauch und bezogene Dienstleistungen analysierten. Ziel war es, weitere Potenziale zu identifizieren, um die Beschaffung zu optimieren, Beschaffungsmaterialien zu substituieren oder diese auch konzernübergreifend zu harmonisieren. Das Projekt verlief ausgesprochen erfolgreich, die identifizierten Potenziale werden langfristig umgesetzt.

Im Jahr 2009 beeinflusste die weltwirtschaftliche Entwicklung stark die Einkaufspreise von Fresenius Kabi. Nachdem Mitte des Jahres 2008 die Preise nahezu aller relevanten Rohstoffe ihr Allzeithoch erreicht hatten, sanken sie daraufhin mehrheitlich auf ihre Jahrestiefstände. Die Preise einzelner Rohstoffe bewegten sich auch zu Beginn des Jahres 2009 noch auf sehr niedrigem Niveau. Im weiteren Jahresverlauf folgten sie erneut einem Aufwärtstrend. Insgesamt lagen die Rohstoffpreise im Jahr 2009 jedoch unter dem jeweiligen Durchschnittspreis des Jahres 2008.

Die Preise von Kunststoffgranulaten (für Primärpackmittel und Medizinprodukte), Folien (für Primär- und Sekundärpackmittel), Kartonagen und Schlauchmaterialien (für Medizinprodukte) passten sich in regelmäßigen Abständen an deren Rohstoffpreisentwicklung an. Dies galt auch für Glasflaschen, die in energieintensiven Prozessen hergestellt werden. Ihre Preise sanken aufgrund der niedrigeren Rohstoffpreise für Heizöl und Gas. Die Preise für Maisfolgeprodukte hatten wir im Jahr 2009 vertraglich fixiert, im Jahr 2010 werden sie aufgrund der gefallenen Mais- und Energiekosten in unseren Rahmenvereinbarungen reduziert. Bei den für Fresenius Kabi relevanten Milchfolgeprodukten war das Mengenangebot im Weltmarkt bis Mitte des Jahres 2009, wie erwartet, sehr hoch. Dementsprechend vorteilhaft verhandelten wir die Einkaufspreise. Insgesamt hat sich die Entwicklung der Rohstoffpreise positiv auf unseren Materialaufwand im Jahr 2009 ausgewirkt: Wir reduzierten die Kosten im Vergleich zum Jahr 2008.

Erwartungsgemäß sind die Beschaffungskosten für Strom und Erdgas im Jahr 2009 gestiegen. Fresenius Kabi hat aus diesem Grund an mehreren Produktionsstandorten Verbrauchsanalysen durchgeführt mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren bzw. Einsparpotenziale zu identifizieren.

Im Bereich der I.V.-Arzneimittel hat Fresenius Kabi in den vergangenen Jahren verschiedene Akquisitionen durchgeführt und damit auch die vertikale Wertschöpfungskette ausgebaut. Auf dieser Basis führte Fresenius Kabi im Berichtsjahr eine Vielzahl von Make-or-Buy-Projekten durch: Die Analyse zahlreicher Wirkstoffe und Fertigprodukte zeigt auf, ob diese an einem der eigenen Produktionsstandorte hergestellt oder weiterhin auf dem Markt zugekauft werden sollten. Fresenius Kabi hat erste Ergebnisse bereits realisiert und wird diese Aktivitäten in den folgenden Jahren fortsetzen.

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