Fresenius Helios

Bei HELIOS sind hohe medizinische Standards untrennbar verbunden mit einem effizienten und ökonomisch sinnvollen Umgang mit Ressourcen. Das Beschaffungsmanagement von HELIOS bündelt klinik- und fachübergreifend sowohl das Wissen der Ärzte und des Pflegepersonals als auch die wirtschaftlichen Kompetenzen im kaufmännischen Bereich. Dieses Wissen und unser Anspruch an medizinische Qualität fließen in alle Beschaffungsentscheidungen zum Wohle des Patienten ein.

Medizinprodukte und Medikamente sind unmittelbar relevant für die medizinische Qualität. Die HELIOS-Kliniken setzen daher auf eine enge Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und eine hohe Standardisierung der verwendeten Produkte. Der Risikominimierung durch den Einkauf dient auch die strategische Auswahl der Lieferanten: Nur wer mit einem adäquaten Fehlermanagement, überzeugender Fehlerkommunikation und niedrigen Ausfallrisiken überzeugen kann, ist als Geschäftspartner bei HELIOS gefragt.

Mehr als 85 % des medizinischen Sachmittelbedarfs sind heute konzernweit bei HELIOS standardisiert. Über 300 Warengruppen bilden die Basis für Transparenz, Planbarkeit und Wettbewerb. Ziel der Standardisierung ist es, die Qualität zu optimieren. Die Qualitätsanforderungen werden dafür aus fachlicher Sicht definiert: Medizinische Fachgruppen der Kliniken legen zusammen mit den Einkäufern konzernverbindliche Produktstandards fest. Der Standardisierungsgrad richtet sich dabei nach der jeweiligen Warengruppe. Durch die verbindlichen Produktstandards erreicht HELIOS eine große Mengenbündelung und damit eine sehr gute Verhandlungsposition für exzellente Einkaufskonditionen.

Im Jahr 2009 hat HELIOS in allen Kliniken die Apotheken-IT neu strukturiert. Resultat dieser Maßnahme ist, dass wir eine qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung als gesicherte Standardleistung etabliert haben. 75 % des Arzneimittelbedarfs aller Kliniken werden über die internen Apotheken abgedeckt. HELIOS erhält zuverlässige lokale und zentrale Routinedaten, aus denen sich zum Patientenwohl wertvolles Wissen generieren lässt. Denkbar ist z. B. Medikamente nachzuverfolgen, bei denen die Auswirkung auf den Behandlungserfolg dokumentiert werden soll.

In einigen Kliniken wurde ein Online-Bestellsystem eingeführt. Damit können die Mitarbeiter auf den Stationen Medikamente und Verbrauchsmittel des medizinischen Sachbedarfs über eine einheitliche Oberfläche bei den Krankenhausapotheken bestellen. Deren Materialwirtschaften und die lokalen Einkaufsabteilungen nutzen das System gemeinsam. Dadurch ist auch ein effizienteres Controlling der Bestellvorgänge möglich. Die Materialwirtschaft kann monatliche ABC-Auswertungen für den einzelnen Chefarzt erstellen, auch Klinik- und Konzernauswertungen, Indikationsgruppenvergleiche sowie Trendanalysen und Prognosen von Verbrauchszahlen sind möglich. In die Auswertungen fließen zudem definierte Benchmarks von Abteilungen und die jährliche Wirtschaftsplanung für Medikamente ein. Mit jährlichen Ausgaben von rund 90 Mio € sind Medikamente ein wesentlicher Teil des medizinischen Sachmittelbedarfs in den HELIOS-Kliniken.

Der Energiebedarf in Krankenhäusern ist ein zentraler Kostenfaktor. Insgesamt wendete HELIOS rund 53 Mio € im Jahr 2009 für Energie, Wasser und Brennstoffe auf, ohne die neu akquirierten Kliniken. HELIOS hat eine Energie-Benchmark-Datenbank sowie mit enPortal eine webbasierte Einkaufsplattform etabliert, mittels derer für alle Klinikstandorte Transparenz über alle Energieträger geschaffen wurde. Abweichungen in Verbrauch und Kosten können so zeitnah erkannt und korrigiert werden. HELIOS beobachtet täglich die aktuellen Energiepreisentwicklungen an den Börsen. Da die Preisbildung im Energiebereich nicht nur durch den eigentlichen Energiepreis, sondern auch durch Komponenten, wie Durchleitungs- und Netznutzungsentgelte erfolgt, schließt HELIOS keine Rahmenverträge ab. Neben HELIOS nutzen auch andere Unternehmensbereiche von Fresenius die Online-Plattform enPortal, an der in Deutschland mehr als 200 Energieversorger angebunden sind. HELIOS ist jederzeit in der Lage, nach Abwägung der Chancen und Risiken, zum möglichst optimalen Zeitpunkt Energie einzukaufen. Schaltet HELIOS über die Plattform alle 61 Klinikstandorte frei zum Kauf von Strom und Erdgas, bieten alle potenziellen Lieferanten innerhalb Tagesfrist für alle Standorte. Während Verhandlungen, die ohne enPortal auf herkömmlichen Wege erfolgen, rund zehn bis zwölf Wochen in Anspruch nehmen, kann HELIOS das Bieterverfahren inklusive Verhandlungen und Vergabe innerhalb von drei bis vier Tagen abschließen.

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