25. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Grundlagen

Der Fresenius-Konzern hat Pensionsaufwendungen und bildet Pensionsrückstellungen für laufende und zukünftige Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Fresenius-Konzerns. Je nach rechtlicher, wirtschaftlicher und steuerlicher Gegebenheit eines Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung. Der Fresenius-Konzern hat zwei Arten von Versorgungssystemen. Dies sind zum einen leistungs- und zum anderen beitragsorientierte Versorgungspläne. Die Höhe der Pensionsleistungen hängt bei leistungsorientierten Versorgungsplänen grundsätzlich von der gesamten bzw. einem Teil der Beschäftigungsdauer sowie dem letzten Gehalt der Mitarbeiter ab. In beitragsorientierten Versorgungsplänen werden die Pensionsleistungen durch die Höhe der Beiträge der Mitarbeiter und der Arbeitgeber sowie der Erträge aus dem Planvermögen festgelegt. Die Beiträge können durch gesetzliche Höchstbeträge begrenzt sein.

Im Falle des Ausscheidens eines Mitarbeiters ist der Fresenius-Konzern bei leistungsorientierten Pensionsplänen verpflichtet, die zugesagten Leistungen an den ehemaligen Mitarbeiter zu zahlen, wenn diese fällig werden. Leistungsorientierte Versorgungspläne können rückstellungs- oder fondsfinanziert sein. Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen im Fresenius-Konzern im Wesentlichen in den USA, in Norwegen, in Großbritannien, in den Niederlanden und in Österreich. Rückstellungsfinanzierte Versorgungspläne bestehen in Deutschland und Frankreich.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen wird auf Basis versicherungsmathematischer Annahmen berechnet, wodurch Schätzungen erforderlich werden. Die Annahmen zur Lebenserwartung, der Abzinsungsfaktor sowie die künftigen Gehalts- und Leistungsniveaus beeinflussen als wesentliche Parameter die Höhe der Pensionsverpflichtung. Im Rahmen der fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns werden Vermögenswerte für die Erbringung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen reserviert. Der erwartete Ertrag aus diesem Planvermögen wird in der entsprechenden Periode als Ertrag erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, wenn sich die tatsächlichen Werte der Parameter eines Jahres von den versicherungsmathematischen Annahmen für dieses Jahr unterscheiden sowie bei Abweichungen des tatsächlichen vom erwarteten Ertrag auf das Planvermögen. Die Pensionsrückstellungen einer Gesellschaft werden durch diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste beeinflusst.

Die Pensionsverpflichtungen des Fresenius-Konzerns werden bei einem fondsfinanzierten Versorgungsplan mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögen saldiert. Übersteigt die Pensionsverpflichtung den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, so wird eine Pensionsrückstellung in der Bilanz ausgewiesen. Übersteigt das Planvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage und hat das Unternehmen einen Anspruch auf Rückerstattung oder Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Fonds, so wird in der Bilanz ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt der Fresenius-Konzern festgelegte Beiträge während der Dienstzeit eines Mitarbeiters. Durch diese Beiträge sind alle Verpflichtungen des Fresenius-Konzerns abgegolten. Der Fresenius-Konzern hat einen wesentlichen beitragsorientierten Versorgungsplan in Nordamerika.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Die Pensionsverpflichtungen (Pension benefit obligation – PBO) des Fresenius-Konzerns zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 556 Mio € (2008: 505 Mio €) waren mit 237 Mio € (2008: 213 Mio €) durch Fondsvermögen gedeckt und mit 319 Mio € (2008: 292 Mio €) rückstellungsfinanziert. Der kurzfristige Teil der Pensionsrückstellungen in Höhe von 10 Mio € wird in der Bilanz unter den kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der langfristige Teil der Rückstellungen in Höhe von 309 Mio € wird als Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 319 Mio € beruhen zu 66 % auf der „Versorgungsordnung der Fresenius-Unternehmen“ von 1988 (Pensionsplan 1988), die, mit Ausnahme von Fresenius Helios, für die meisten deutschen Gesellschaften gilt. Der Rest der Pensionsrückstellungen entfällt auf individuelle Versorgungspläne von deutschen Gesellschaften des Unternehmensbereichs Fresenius Helios und von ausländischen Gesellschaften des Fresenius-Konzerns.

Die Pensionszahlungen hängen generell von der Beschäftigungsdauer und der Vergütung des Mitarbeiters bei Eintritt des Versorgungsfalles ab. Wie in Deutschland üblich, sind die dortigen Pensionszusagen der Gesellschaften des Fresenius-Konzerns unmittelbare Versorgungszusagen. Für den deutschen Pensionsplan 1988 besteht kein gesonderter Pensionsfonds.

Für die Mitarbeiter der FMCH, einer Tochtergesellschaft der Fresenius Medical Care, in den USA bestehen ein leistungsorientierter Pensionsplan sowie ergänzende Pensionspläne für leitende Mitarbeiter, die im 1. Quartal 2002 gekürzt wurden. Durch diese Plankürzung werden im Wesentlichen alle gemäß den Plänen anspruchsberechtigten Mitarbeiter keine zusätzlichen Versorgungsansprüche für zukünftige Leistungen mehr erhalten. Die FMCH hat alle Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft aus den unverfallbaren und eingefrorenen Pensionsansprüchen der Mitarbeiter zum Zeitpunkt der Plankürzung beibehalten. Jedes Jahr führt FMCH dem Pensionsplan mindestens den Betrag zu, der sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Employee Retirement Income Security Act of 1974) ergibt. Für das Jahr 2009 sahen die gesetzlichen Vorschriften keine Mindestzuführung für den leistungsorientierten Pensionsplan vor. Im Jahr 2009 wurden freiwillige Zuführungen in Höhe von 0,8 Mio US$ (0,5 Mio €) getätigt. Die erwarteten Zuführungen für das Jahr 2010 betragen 0,6 Mio US$ (0,4 Mio €).

Der Fresenius-Konzern hat Pensionsverpflichtungen in Höhe von 263 Mio € aus Pensionsplänen, die entweder vollständig oder teilweise durch einen Pensionsfonds gedeckt werden. Pensionsverpflichtungen aus Pensionsplänen ohne Fondsvermögen belaufen sich auf 293 Mio €.

Im Folgenden werden die Veränderung der Pensionsverpflichtung, die Veränderung des Planvermögens und der Finanzierungsstatus der Versorgungspläne dargestellt. Die Rentenzahlungen in der Veränderung der Pensionsverpflichtung beinhalten Zahlungen sowohl aus den fondsfinanzierten als auch aus den rückstellungsfinanzierten Versorgungsplänen. Dagegen beinhalten die Rentenzahlungen in der Veränderung des Planvermögens lediglich die Zahlungen, die über Pensionsfonds geleistet werden.

Der Finanzierungsstatus stellte sich wie folgt dar:

in Mio € 2009 2008
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 505 498
Veränderungen im Konsolidierungskreis 6 0
Währungsumrechnungsdifferenzen - 4 2
Laufender Dienstzeitaufwand 14 15
Früherer Dienstzeitaufwand 1 2
Zinsaufwand 31 28
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Übertragungen
Änderung der Versorgungszusage / Planabgeltungen - 5 - 1
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 23 - 25
Rentenzahlungen - 16 - 15
Plananpassungen
Pensionsverpflichtungen am Ende des Jahres 556 505
davon unverfallbar 463 437
     
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 213 226
Veränderungen im Konsolidierungskreis 4 1
Währungsumrechnungsdifferenzen - 4 1
Tatsächliche Erträge des Planvermögens 27 - 15
Arbeitgeberbeiträge 4 6
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Abgeltung von Planvermögen - 2 - 1
Übertragungen 0
Rentenzahlungen - 6 - 6
Marktwert des Planvermögens am Ende des Jahres 237 213
Finanzierungsstatus zum 31. Dezember 319 292

in Mio € 2009 2008
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 505 498
Veränderungen im Konsolidierungskreis 6 0
Währungsumrechnungsdifferenzen - 4 2
Laufender Dienstzeitaufwand 14 15
Früherer Dienstzeitaufwand 1 2
Zinsaufwand 31 28
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Übertragungen
Änderung der Versorgungszusage / Planabgeltungen - 5 - 1
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 23 - 25
Rentenzahlungen - 16 - 15
Plananpassungen
Pensionsverpflichtungen am Ende des Jahres 556 505
davon unverfallbar 463 437
     
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 213 226
Veränderungen im Konsolidierungskreis 4 1
Währungsumrechnungsdifferenzen - 4 1
Tatsächliche Erträge des Planvermögens 27 - 15
Arbeitgeberbeiträge 4 6
Mitarbeiterbeiträge 1 1
Abgeltung von Planvermögen - 2 - 1
Übertragungen 0
Rentenzahlungen - 6 - 6
Marktwert des Planvermögens am Ende des Jahres 237 213
Finanzierungsstatus zum 31. Dezember 319 292

Die Zinssätze der einzelnen Pläne werden abgeleitet aus den Renditen von Portfolios aus Eigenkapitalinstrumenten und Fremdkapitalinstrumenten mit hohem Rating und Laufzeiten, die den Zeithorizont der Pensionsverpflichtung widerspiegeln. Der Zinssatz des Fresenius-Konzerns ergibt sich aus dem mit den Pensionsverpflichtungen der einzelnen Pläne gewichteten Durchschnitt dieser Zinssätze.

Den errechneten Pensionsverpflichtungen liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:

in % 2009 2008
Zinssatz 5,86 6,21
Gehaltsdynamik 3,30 3,56
Rententrend 1,81 1,94

in % 2009 2008
Zinssatz 5,86 6,21
Gehaltsdynamik 3,30 3,56
Rententrend 1,81 1,94

Der Anwartschaftsbarwert (Accumulated benefit obligation – ABO) für alle leistungsorientierten Pensionspläne betrug zum 31. Dezember 2009 515 Mio € (2008: 471 Mio €).

Die folgende Übersicht bezieht sich auf Pensionspläne, in denen die Pensionsverpflichtungen und der Anwartschaftsbarwert den beizulegenden Zeitwert des Pensionsvermögens überstieg:

in Mio € 2009 2008
Pensionsverpflichtung (PBO) 556 505
Anwartschaftsbarwert (ABO) 515 444
Marktwert des Planvermögens 237 213

in Mio € 2009 2008
Pensionsverpflichtung (PBO) 556 505
Anwartschaftsbarwert (ABO) 515 444
Marktwert des Planvermögens 237 213

Die pensionsbedingten Änderungen im Eigenkapital in den Jahren 2009 und 2008 stellten sich vor Steuereffekten wie folgt dar:

in Mio € 1. Januar 2009 Abgang 1 Zugang Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember
2009
1 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 49 4 - 10 1 - 54
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 4
Übergangsfehlbetrag - 1 1 - 1 - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 46 5 - 11 1 - 51

in Mio € 1. Januar 2009 Abgang 1 Zugang Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember
2009
1 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 49 4 - 10 1 - 54
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 4 4
Übergangsfehlbetrag - 1 1 - 1 - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 46 5 - 11 1 - 51

in Mio € 1. Januar 2008 Abgang 1 Zugang Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember
2008
1 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 43 2 - 6 - 2 - 49
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 5 1 - 2 4
Übergangsfehlbetrag - 1 0 - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 39 3 - 8 - 2 - 46

in Mio € 1. Januar 2008 Abgang 1 Zugang Währungs-
umrechnungs-
differenzen
31. Dezember
2008
1 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 43 2 - 6 - 2 - 49
Dienstzeitaufwand früherer Jahre 5 1 - 2 4
Übergangsfehlbetrag - 1 0 - 1
Summe der pensionsbedingten Änderungen - 39 3 - 8 - 2 - 46

Zu den Steuereffekten durch die pensionsbedingten Änderungen auf das kumulierte Other Comprehensive Income zum 31. Dezember 2009 wird auf Anmerkung 28, Other Comprehensive Income (Loss), verwiesen.

Im Jahr 2010 erwartet der Fresenius-Konzern aus der erfolgswirksamen Auflösung der pensionsbedingten Änderungen im Eigenkapital folgende Auswirkungen:

in Mio € 2010
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 4
Dienstzeitaufwand früherer Jahre
Übergangsfehlbetrag

in Mio € 2010
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 4
Dienstzeitaufwand früherer Jahre
Übergangsfehlbetrag

Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von 35 Mio € (2008: 28 Mio €) setzte sich aus folgenden Komponenten zusammen:

in Mio € 2009 2008
Laufender Dienstzeitaufwand 14 15
Zinsaufwand 31 28
Erwartete Erträge des Planvermögens - 15 - 15
Tilgung von versicherungsmathematischen
Gewinnen / Verlusten, netto
3 - 1
Tilgung von früherem Dienstzeitaufwand 1
Tilgung des Übergangsfehlbetrags 1
Aufwand aus der Abgeltung eines Plans 1
Pensionsaufwand 35 28

in Mio € 2009 2008
Laufender Dienstzeitaufwand 14 15
Zinsaufwand 31 28
Erwartete Erträge des Planvermögens - 15 - 15
Tilgung von versicherungsmathematischen
Gewinnen / Verlusten, netto
3 - 1
Tilgung von früherem Dienstzeitaufwand 1
Tilgung des Übergangsfehlbetrags 1
Aufwand aus der Abgeltung eines Plans 1
Pensionsaufwand 35 28

Der Pensionsaufwand wird den Umsatzkosten, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten oder den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen als Personalaufwand zugeordnet. Dies ist davon abhängig, in welchem Bereich der Bezugsberechtigte beschäftigt ist.

Dem errechneten Pensionsaufwand liegen folgende gewichtete durchschnittliche Annahmen zum 31. Dezember zugrunde:

in % 2009 2008
Zinssatz 6,21 5,80
Erwartete Erträge des Planvermögens 5,74 7,06
Gehaltsdynamik 3,56 3,66

in % 2009 2008
Zinssatz 6,21 5,80
Erwartete Erträge des Planvermögens 5,74 7,06
Gehaltsdynamik 3,56 3,66

Die versicherungsmathematischen Verluste, die im Geschäftsjahr zu einer Erhöhung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen führten, ergeben sich aus den der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegenden Änderungen der Abzinsungssätze sowie der Änderung der Annahmen zu Inflation und Mortalitäten. Versicherungsmathematische Verluste, die innerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfangs des jeweiligen leistungsorientierten Pensionsplans liegen, bestanden in Höhe von insgesamt 54 Mio € (2008: 49 Mio €).

Die folgende Tabelle zeigt die in den nächsten 10 Jahren erwarteten Rentenzahlungen:

Geschäftsjahr in Mio €
2010 18
2011 19
2012 20
2013 22
2014 23
2015 bis 2019 148
Summe der erwarteten Rentenzahlungen 250

Geschäftsjahr in Mio €
2010 18
2011 19
2012 20
2013 22
2014 23
2015 bis 2019 148
Summe der erwarteten Rentenzahlungen 250

Der Bewertungsstichtag des Fresenius-Konzerns zur Bestimmung des Finanzierungsstatus ist für alle Pläne der 31. Dezember 2009.

Der größte Teil der Pensionsrückstellungen entfällt auf Deutschland. Zum 31. Dezember wurden 81 % der Pensionsrückstellungen in Deutschland gebildet, weitere 19 % verteilten sich auf das übrige Europa und Nordamerika.

Von den Bezugsberechtigten waren knapp zwei Drittel in Nordamerika, rund ein Viertel in Deutschland und der Rest im übrigen Europa bzw. auf anderen Kontinenten beschäftigt.

Die Marktwerte des Planvermögens, gegliedert nach Kategorien, beliefen sich auf:

in Mio € Quotierte Preise
auf aktiven
Märkten
Level 1
Wesentliche
beobachtbare
Werte
Level 2
Summe
31. Dezember
2009
1 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich kostengünstige, nicht aktiv gemanagte eigenkapitalbasierte Indexfonds, die den S & P 500,
S & P 400, Russell 2000, MSCI EAFE Index, MSCI Emerging Markets Index und den Barclays Capital Long Corporate Index nachbilden.
2 Diese Kategorie beinhaltet staatliche, festverzinsliche Wertpapiere, im Wesentlichen aus europäischen Ländern.
3 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich Investment-Grade Anleihen aus diversen Industrien.
4 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich US Treasury Schatzanweisungen und besicherte Instrumente sowie Obligationen.
5 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich flüssige Mittel, Pensionsrückdeckungsversicherungen und Immobilien.
Kategorien der Planvermögen      
Eigenkapitalpapiere 78 0 78
Index Fonds 1 72 0 72
Sonstige Eigenkapitalpapiere 6 0 6
Festverzinsliche Wertpapiere 37 106 143
Staatsanleihen 2 18 2 20
Unternehmensanleihen 3 13 104 117
Sonstige festverzinsliche Wertpapiere 4 6 6
Sonstige 5 13 3 16
Gesamt 128 109 237

in Mio € Quotierte Preise
auf aktiven
Märkten
Level 1
Wesentliche
beobachtbare
Werte
Level 2
Summe
31. Dezember
2009
1 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich kostengünstige, nicht aktiv gemanagte eigenkapitalbasierte Indexfonds, die den S & P 500,
S & P 400, Russell 2000, MSCI EAFE Index, MSCI Emerging Markets Index und den Barclays Capital Long Corporate Index nachbilden.
2 Diese Kategorie beinhaltet staatliche, festverzinsliche Wertpapiere, im Wesentlichen aus europäischen Ländern.
3 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich Investment-Grade Anleihen aus diversen Industrien.
4 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich US Treasury Schatzanweisungen und besicherte Instrumente sowie Obligationen.
5 Diese Kategorie beinhaltet hauptsächlich flüssige Mittel, Pensionsrückdeckungsversicherungen und Immobilien.
Kategorien der Planvermögen      
Eigenkapitalpapiere 78 0 78
Index Fonds 1 72 0 72
Sonstige Eigenkapitalpapiere 6 0 6
Festverzinsliche Wertpapiere 37 106 143
Staatsanleihen 2 18 2 20
Unternehmensanleihen 3 13 104 117
Sonstige festverzinsliche Wertpapiere 4 6 6
Sonstige 5 13 3 16
Gesamt 128 109 237

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Werte, die zur Ermittlung der Marktwerte zugrunde lagen, erläutert:

Index Fonds und sonstige Eigenkapitalpapiere werden zu Ihrem Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet.

Der Marktwert für den Großteil der Staatsanleihen wird auf Basis von Marktpreisen ermittelt. Die verbleibenden Staatsanleihen werden zum Marktpreis bewertet.

Die Marktwerte der Unternehmensanleihen und der sonstigen Anleihen basieren auf Marktpreisen zum Bilanzstichtag.

US Treasury Schatzanweisungen und Obligationen werden zu ihrem Marktpreis bewertet.

Die Marktwerte der Immobilien werden von vom berichtenden Unternehmen unabhängigen Quellen mindestens einmal im Jahr bestätigt.

Investmentpolitik und Strategie für das Planvermögen

Der Fresenius-Konzern überprüft regelmäßig die Annahme über die erwartete langfristige Rendite des Planvermögens des nordamerikanischen, fondsfinanzierten Versorgungsplans. Im Rahmen dieser Überprüfung wird eine Bandbreite für die erwartete langfristige Rendite des gesamten Planvermögens ermittelt, indem erwartete zukünftige Renditen für jede Klasse von Vermögenswerten mit dem Anteil der jeweiligen Klasse am gesamten Planvermögen gewichtet werden. Die ermittelte Renditebandbreite basiert sowohl auf aktuelle ökonomische Rahmendaten berücksichtigenden Prognosen langfristiger Renditen als auch auf historischen Marktdaten über vergangene Renditen, Korrelationen und Volatilitäten der einzelnen Klassen von Vermögenswerten. Im Geschäftsjahr 2009 betrug die erwartete langfristige Rendite auf das Planvermögen des nordamerikanischen Pensionsplans 7,5 %.

Die globale Investitionsstrategie des Fresenius-Konzerns zielt, bei einer breiten Diversifikation der Vermögenswerte, der Anlagestrategien und des Anlagemanagements, auf das Erreichen eines Verhältnisses von 98 % der Investitionen in langfristiges Wachstum zu 2 % für kurzfristige Rentenzahlungen ab.

Die Investmentpolitik strebt eine Verteilung der Vermögenswerte von 35 % auf Aktien und 65 % auf langfristige US-Anleihen an und berücksichtigt, dass es einen zeitlichen Horizont für investierte Fonds von mehr als fünf Jahren geben wird. Das gesamte Portfolio wird an einem Index gemessen, der die Benchmark der jeweiligen Anlagenkategorien sowie die angestrebte Verteilung der Vermögenswerte widerspiegelt. Entsprechend der Richtlinie darf nicht in Aktien der FMC-AG & Co. KGaA oder anderer nahe stehender Unternehmen investiert werden. Die Maßstäbe für die Entwicklung der separaten Anlagekategorien beinhalten: S & P 500 Index, S & P 400 Index, Russell 2000 Growth Index, MSCI EAFE Index, MSCI Emerging Markets Index, Barclays Capital Long Term Government Index sowie Barclays Capital 20 Year US Treasury Strip Index.

Die folgende Tabelle beschreibt die Aufteilung für die fondsfinanzierten Pläne des Fresenius-Konzerns:

in % Anteil 2009 Anteil 2008 Angestrebter
Anteil
Eigenkapitalinstrumente 33,15 34,27 35,32
Festverzinsliche
Wertpapiere
60,35 61,94 58,97
Sonstiges,
inkl. Immobilien
6,50 3,79 5,71
Gesamt 100,00 100,00 100,00

in % Anteil 2009 Anteil 2008 Angestrebter
Anteil
Eigenkapitalinstrumente 33,15 34,27 35,32
Festverzinsliche
Wertpapiere
60,35 61,94 58,97
Sonstiges,
inkl. Immobilien
6,50 3,79 5,71
Gesamt 100,00 100,00 100,00

Die langfristig erwartete Gesamtverzinsung des Fresenius-Konzerns beträgt jährlich 6,92 %. Die erwarteten Zuführungen zum Planvermögen für das Geschäftsjahr 2010 belaufen sich auf 5 Mio €.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Der Gesamtaufwand aus beitragsorientierten Plänen im Fresenius-Konzern betrug im Jahr 2009 27 Mio € (2008: 22 Mio €), wobei der größte Anteil auf den nordamerikanischen Plan entfällt, an dem die Mitarbeiter der FMCH teilnehmen können. Die Mitarbeiter der FMCH können bis zu 75 % ihres Gehalts im Rahmen dieses Plans anlegen. Dabei gilt für Mitarbeiter im Alter von unter 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 16.500 US$ und für Mitarbeiter ab einem Alter von 50 Jahren ein jährlicher Maximalbetrag von 22.000 US$. Die Gesellschaft zahlt 50 % des Mitarbeiterbeitrags ein, allerdings maximal 3 % des Gehalts des betreffenden Mitarbeiters. Im Geschäftsjahr 2009 betrug der Gesamtaufwand aus diesem beitragsorientierten Plan der Fresenius Medical Care 20 Mio € (2008: 18 Mio €).

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