31. Zusätzliche Informationen zum Kapitalmanagement

Der Fresenius-Konzern verfügt über ein solides Finanzprofil. Das Kapitalmanagement schließt sowohl Eigenkapital als auch Finanzverbindlichkeiten ein. Ein wesentliches Ziel des Kapitalmanagements des Fresenius-Konzerns ist es, die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten zu optimieren. Ferner wird ein ausgewogener Mix aus Eigen- und Fremdkapital angestrebt. Zur langfristigen Sicherung des Wachstums wird in Ausnahmefällen, etwa zur Finanzierung einer großen Akquisition, auch eine Kapitalerhöhung in Erwägung gezogen.

Aufgrund der Diversifikation des Unternehmens innerhalb des Gesundheitssektors und der starken Marktpositionen der Unternehmensbereiche in globalen, wachsenden und nicht zyklischen Märkten werden planbare und nachhaltige Cashflows erwirtschaftet. Diese erlauben einen angemessenen Anteil an Fremdkapital, d. h. den Einsatz eines umfangreichen Mix aus Finanzverbindlichkeiten. Zudem verfügen die Kunden des Fresenius-Konzerns nahezu ausnahmslos über eine hohe Kreditqualität.

Das Eigen- und Fremdkapital hat sich wie folgt entwickelt:

Eigenkapital

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Eigenkapital 7.652 6.943
Bilanzsumme 20.882 20.544
Eigenkapitalquote 36,64 % 33,80 %

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Eigenkapital 7.652 6.943
Bilanzsumme 20.882 20.544
Eigenkapitalquote 36,64 % 33,80 %

Die Fresenius SE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Fresenius SE hat Verpflichtungen zur Ausgabe von Aktien aus dem Bedingten Kapital im Zusammenhang mit Ausübungen von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen auf Basis der bestehenden Aktienoptionspläne 1998, 2003 und 2008 (siehe unter Anmerkung 34, Aktienoptionen).

Finanzverbindlichkeiten

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Finanzverbindlichkeiten 8.299 8.787
Bilanzsumme 20.882 20.544
Fremdkapitalquote 39,74 % 42,77 %

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Finanzverbindlichkeiten 8.299 8.787
Bilanzsumme 20.882 20.544
Fremdkapitalquote 39,74 % 42,77 %

Entsprechend der in den zugrunde liegenden Vereinbarungen enthaltenen Definitionen werden die Pflichtumtauschanleihe und der Besserungsschein (CVR) nicht den Finanzverbindlichkeiten zugeordnet.

Die finanzielle Flexibilität zu sichern, hat höchste Priorität in der Finanzierungsstrategie des Konzerns. Diese Flexibilität wird erreicht durch eine breite Auswahl von Finanzierungsinstrumenten und durch eine hohe Diversifikation der Investoren. Das Fälligkeitsprofil des Fresenius-Konzerns weist eine breite Streuung der Fälligkeiten mit einem hohen Anteil von mittel- und langfristigen Finanzierungen auf. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Marktkapazität, Investorendiversifikation, Flexibilität, Kreditauflagen und das bestehende Fälligkeitsprofil berücksichtigt.

Als eine zentrale finanzwirtschaftliche Zielgröße verwendet der Fresenius-Konzern die Kennzahl Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (Verschuldungsgrad), die auf Basis von US-GAAP-Zahlen ermittelt wird. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Verschuldungsgrad 3,0. Das Ziel ist es, den Verschuldungsgrad weiter zu reduzieren. Zur Erreichung dieses Ziels konzentriert sich der Fresenius-Konzern vor allem auf Ergebnissteigerungen und einen weiterhin starken Cashflow sowie auf die Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten.

Die Finanzierungsstrategie des Fresenius-Konzerns spiegelt sich im Kreditrating wider. Der Fresenius-Konzern wird von den Rating-Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch bewertet.

Die folgende Tabelle zeigt das Unternehmensrating der Fresenius SE:

  Standard & Poor's Moody's Fitch
Unternehmensrating BB Ba1 BB
Ausblick stabil negativ stabil

  Standard & Poor's Moody's Fitch
Unternehmensrating BB Ba1 BB
Ausblick stabil negativ stabil

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