33. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Allgemeine Erläuterungen

Die Tabellen zur Segmentberichterstattung als integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs befinden sich hier.

Die Segmentierung im Fresenius-Konzern mit den Unternehmensbereichen Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed folgt den internen Organisations- und Berichtsstrukturen (Management Approach) zum 31. Dezember 2009.

Die Kennzahlen, die im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt werden, entsprechen den Kennzahlen der internen Berichterstattung des Fresenius-Konzerns. Interne und externe Berichterstattung und Unternehmensrechnung korrespondieren; es werden die gleichen Kennzahlen und Definitionen verwendet.

Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Verwaltungsleistungen werden über Dienstleistungsvereinbarungen abgerechnet.

Grundlage für die Segmentierung ist die Rechnungslegungsvorschrift ASC 280, Segment Reporting, in der die Segmentberichterstattung in den Jahres- und Quartalsabschlüssen zu den operativen Geschäfts-, Produkt- und Dienstleistungsbereichen und Regionen geregelt ist. Die Segmentierung nach Unternehmensbereichen stellt sich somit wie folgt dar:

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Dialyseprodukten und Dialysedienstleistungen zur lebensnotwendigen medizinischen Versorgung von Patienten mit chronischem Nierenversagen. In 2.553 eigenen Dialysekliniken betreut Fresenius Medical Care 195.651 Patienten.

Fresenius Kabi ist ein weltweit tätiger Anbieter von Infusionstherapien, intravenös verabreichten generischen Arzneimitteln, klinischer Ernährung sowie den dazugehörigen medizintechnischen Produkten zur Applikation. Die Produkte werden im Krankenhaus sowie bei der ambulanten medizinischen Versorgung von chronisch und kritisch Kranken eingesetzt. In Europa ist Fresenius Kabi Marktführer in Infusionstherapien und klinischer Ernährung, in den USA zählt das Unternehmen im Bereich der intravenös verabreichten generischen Arzneimittel zu den führenden Anbietern.

Fresenius Helios ist einer der größten deutschen privaten Krankenhausbetreiber.

Fresenius Vamed ist auf Engineering- und Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen ausgerichtet.

Das Segment Konzern / Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Holdingfunktionen der Fresenius SE und die Fresenius Netcare GmbH, die Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie anbietet, sowie die Fresenius Biotech, die nicht die Größenmerkmale zur separaten Darstellung als zu berichtendes Segment aufweist. Des Weiteren enthält das Segment Konzern / Sonstiges die zwischen den Segmenten durchzuführenden Konsolidierungsmaßnahmen sowie Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Akquisition von APP.

Die regionale Segmentierung berücksichtigt neben der kontinentalen Aufteilung auch die Homogenität der Märkte bezüglich Chancen und Risiken. Die Zuordnung zu den einzelnen Segmenten richtet sich nach dem Sitz der Kunden.

Erläuterung zu den Segmentdaten

Die Zielgrößen, an denen die Segmente vom Vorstand gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Segmente liegen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass der dafür am besten geeignete Maßstab das operative Ergebnis (EBIT) ist. Der Vorstand geht davon aus, dass neben dem operativen Ergebnis auch die Kenngröße Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) für Investoren hilfreich sein kann, um die Fähigkeit des Fresenius-Konzerns in Bezug auf die Erzielung von finanziellen Überschüssen und die Bedienung seiner finanziellen Verpflichtungen zu beurteilen. Die Kennzahl EBITDA ist außerdem die Basis für die Beurteilung der Einhaltung von vorgegebenen Kennzahlen im Rahmen der Kreditvereinbarungen des Fresenius-Konzerns (z. B. Fresenius Medical Care-Kreditvereinbarung 2006 oder Kreditvereinbarung 2008).

Die Abschreibungen beziehen sich auf die in dem jeweiligen Unternehmensbereich gebundenen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer.

Das Zinsergebnis umfasst Zinsaufwendungen und Zinserträge.

Das Konzernergebnis ist definiert als das Ergebnis nach Ertragsteuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter.

Der operative Cashflow ist der durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Mittelzufluss / -abfluss.

Der Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden errechnet sich aus dem operativen Cashflow abzüglich der Netto-Investitionen.

Die Finanzverbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, genussscheinähnliche Wertpapiere (Trust Preferred Securities), Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Verbindlichkeiten aus ausstehenden Zahlungen für Akquisitionen sowie Konzernverbindlichkeiten. Nicht enthalten sind die Pflichtumtauschanleihe und der Besserungsschein (CVR) (siehe unter Anmerkung 31, Zusätzliche Informationen zum Kapitalmanagement).

Die Investitionen beinhalten im Wesentlichen die Zugänge von Sachanlagen.

Bei den Akquisitionen handelt es sich sowohl um den Erwerb von Anteilen an rechtlich selbstständigen Unternehmen als auch um den Kauf von Unternehmensteilen und immateriellen Vermögenswerten (z. B. Lizenzen). Die hier dargestellten Kennzahlen geben die vertraglichen Kaufpreise wieder, die sich aus bar bezahlten Beträgen (abzüglich erworbener flüssiger Mittel), übernommenen Schulden sowie der Ausgabe von Aktienanteilen zusammensetzen. In die Kapitalflussrechnung hingegen fließen die in bar gezahlten Kaufpreisbestandteile abzüglich der erworbenen flüssigen Mittel ein.

Die EBITDA-Marge errechnet sich aus dem EBITDA im Verhältnis zum Umsatz.

Die EBIT-Marge ermittelt sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz.

Die Rentabilität des betriebsnotwendigen Vermögens (ROOA) ist definiert als Quotient aus dem EBIT und dem durchschnittlichen betriebsnotwendigen Vermögen. Das betriebsnotwendige Vermögen ermittelt sich aus der Bilanzsumme abzüglich der aktiven latenten Steuern, der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der erhaltenen Anzahlungen und zugesagten Fördermittel.

Des Weiteren werden die Kenngrößen „Abschreibungen in % vom Umsatz“ und „Operativer Cashflow in % vom Umsatz“ ausgewiesen.

Abstimmung der Kennzahlen zum konsolidierten Ergebnis

in Mio € 2009 2008
Gesamt-EBIT der berichterstattenden Segmente 2.107 1.785
Allgemeine Unternehmensaufwendungen Konzern / Sonstiges (EBIT) - 53 - 308
Konzern-EBIT 2.054 1.477
Zinsaufwand - 602 - 456
Zinsertrag 22 25
Sonstiges Finanzergebnis - 31 68
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.443 1.114

in Mio € 2009 2008
Gesamt-EBIT der berichterstattenden Segmente 2.107 1.785
Allgemeine Unternehmensaufwendungen Konzern / Sonstiges (EBIT) - 53 - 308
Konzern-EBIT 2.054 1.477
Zinsaufwand - 602 - 456
Zinsertrag 22 25
Sonstiges Finanzergebnis - 31 68
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.443 1.114

Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten aus der Konzern-Bilanz

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 287 729
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen 2 2
Kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen und aktivierten Leasingverträge 261 431
Kurzfristig fälliger Teil der Anleihen 0 100
Langfristige Darlehen und aktivierte Leasingverträge, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils 5.228 5.716
Anleihen, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils 2.066 1.354
Genussscheinähnliche Wertpapiere der Fresenius Medical Care Capital Trusts 455 455
Finanzverbindlichkeiten 8.299 8.787
abzüglich flüssige Mittel 420 370
Netto-Finanzverbindlichkeiten 7.879 8.417

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 287 729
Kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen 2 2
Kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen und aktivierten Leasingverträge 261 431
Kurzfristig fälliger Teil der Anleihen 0 100
Langfristige Darlehen und aktivierte Leasingverträge, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils 5.228 5.716
Anleihen, abzüglich des kurzfristig fälligen Teils 2.066 1.354
Genussscheinähnliche Wertpapiere der Fresenius Medical Care Capital Trusts 455 455
Finanzverbindlichkeiten 8.299 8.787
abzüglich flüssige Mittel 420 370
Netto-Finanzverbindlichkeiten 7.879 8.417

Die regionale Aufteilung der langfristigen Aktiva stellt sich wie folgt dar:

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
1 Die Summe der langfristigen Aktiva ergibt sich aus den langfristigen Vermögenswerten abzüglich der latenten Steuern sowie der derivativen Finanzinstrumente.
Deutschland 3.205 3.052
Übriges Europa (ohne Deutschland) 1.938 1.893
Nordamerika 9.241 9.459
Asien-Pazifik 681 641
Lateinamerika 282 221
Afrika 37 31
Gesamte langfristige Aktiva 1 15.384 15.297

in Mio € 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
1 Die Summe der langfristigen Aktiva ergibt sich aus den langfristigen Vermögenswerten abzüglich der latenten Steuern sowie der derivativen Finanzinstrumente.
Deutschland 3.205 3.052
Übriges Europa (ohne Deutschland) 1.938 1.893
Nordamerika 9.241 9.459
Asien-Pazifik 681 641
Lateinamerika 282 221
Afrika 37 31
Gesamte langfristige Aktiva 1 15.384 15.297

In Deutschland wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Umsatz in Höhe von 3.152 Mio € erwirtschaftet (2008: 2.793 Mio €).

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